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LANDESINFORMATIONEN

Landesinformationen vom Auswärtigen Amt:

Währungsumrechner

Der Kurs ändert sich ständig, aber nicht mehr so drastisch wie noch vor einigen Jahren. Und der Kurs im Land liegt etwas besser als der Kassa- Kurs angibt, aber Schwarztausch ist verboten!!!

Ländername: Republik ,Republic of The Gambia
Klima: Sahelklima; tropisch, mit feuchtheißer Regenzeit von Juli bis Oktober
Lage: Westafrika
Größe des Landes: ca. 11.295 qkm
Hauptstadt: Banjul
Einwohnerzahl: 1,54-1,74 Mio. Einwohner (Schätzung Juli 2008)davon ca. 2% Europäer
Landessprache (n): Offiziell: Englisch; Umgangssprache auf dem Lande sind die lokalen afrikanischen Sprachen (u.a. Mandinka, Wolof, Djola, Fula)
Religionen/ Kirchen: über 90 % Moslems, Rest Animisten und Christen (ca. 45.000), zumeist katholisch, aber auch methodistisch, baptistisch, anglikanisch
Nationalfeiertag: 18. Februar
Unabhängig seit: 18. Februar 1965
Regierungsform: Präsidialrepublik
Staatsoberhaupt und Regierungschef Präsident Yahya A.J.J. Jammeh (APRC, seit dem 16.01.1997, nächste Wahlen geplant für Oktober 2006)
Außenminister: Sidi Morrow Sanneh (APRC)
Parlament: 48 Wahlkreisabgeordnete wurden am 18.01.20002 mit Mehrheitswahlrecht gewählt. Zusätzlich werden 4 weitere Abgeordnete durch den Staatschef ernannt. Sitzverteilung: APRC: 45 Sitze (+ 4 vom Staatschef ernannte Abgeordnete); UDP: 0 Sitze; NRP: 1 Sitz; NRP: 1 Sitz PDOIS : 2 Sitze.
nächste Wahlen: Februar 2007
Parteien: APRC ( for Patriotic Reorientation and Construction)
UDP (United Democratic Party)
NRP (National Reconciliation Party)
NCP (National Convention Party)
PDOIS (People's Democratic Organization for and Socialism)
Gewerkschaften: Gambia Worker's Union; Gambia Labour Congress, 16 kleinere gewerkschaftliche Gruppen
Mitgliedschaft in den wichtigsten internationalen Organisationen: Vereinte Nationen mit Sonderorganisationen, Weltbank, IDA (International Development Association, Tochtergesellschaft der Weltbank), Internationaler Währungsfonds, WTO (World Trade Organisation), Afrikanische Entwicklungsbank, ECOWAS (Economic Community of West African States), CILSS (Comité Permanent Interétats de Lutte contre la Secheresse dans le Sahel), EU- AKP (EU- Afrika-, Karibik-, Pazifik-Staaten)OMVG (Organisation pour la Mise en Valeur du Fleuve Gambie), PANAG (Pan-African News Agency), AU (Afrikanische Union)
Wichtigste Medien: Fernsehen: seit Mitte 1996 landesweiter Empfang von Gambia TV (staatlich)
Rundfunk: ein staatlicher Sender, der landesweit ausstrahlt, sowie mehrere private Sender, die auf die Küstenregion beschränkt sind.
Tageszeitungen: The Daily Observer, The Daily, The Independent, The Point
Wöchentlich: New Citizen , Foroyaa, The News & Report
Bruttovolkseinkommen pro Kopf 290 USD (2004)
Bruttovolkseinkommen 415,1 Mio. USD (2004)*
* Weltbank Länderprofile, Atlas-Methode, zu aktuellen Kursen.
Beziehungen zwischen Gambia und Deutschland

Nicht zuletzt wegen des in der Vergangenheit erheblichen entwicklungspolitischen Engagements Deutschlands (Rahmenabkommen über wirtschaftliche Zusammenarbeit von 1976, bis 1994 ca. 52 Mio. EURO Finanzielle Zusammenarbeit; ca. 46 Mio. EURO Technische Zusammenarbeit; ca. 20 Mio. EURO sonstige Zusagen) sind die Beziehungen zur Bundesrepublik Deutschland traditionell problemlos und freundschaftlich.

Seit 1995 erhält Gambia wegen eines Beschlusses des Haushaltsausschusses vom Sommer 1994 neben weiteren Ländern keine bilaterale Entwicklungshilfe mehr. Eine Ausnahme bildete das verbleibende deutsch- gambische Forstprojekt, das Anfang 2006 endgültig auslaufen wird. Im Jahr 2002 wurden außerdem 150.000 EURO für ein Familienplanungsprojekt zugesagt..

Die Schwerpunktverlagerung der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit auf den EU-Rahmen, die damit zum Ausdruck kommt, spiegelt sich auch in den politischen Beziehungen wider, bei denen sich die Bundesrepublik für europäisch- gambischen Dialog engagiert - gerade auch in den sensiblen Fragen der Wahrung von Menschenrechten wie etwa der Pressefreiheit und der Festigung demokratisch-rechtsstaatlicher Institutionen.

Wirtschaftliche Grundlagen

Nach der rapiden gesamtwirtschaftlichen Talfahrt in Folge des Putsches von 1994 hat sich in den letzten Jahren die Wirtschaftslage auf niedrigem Niveau stabilisiert. Das durch starke Schwankungen geprägte Wirtschaftswachstum konnte sich 2005 mit 5 % verstetigen (1996/97: 0,8%, 2001: 5,8%, 2002: -3%) und wird nach ersten Schätzungen 2006 4,5 % betragen. Der sich langsam wieder belebende Tourismussektor und eine in manchen Jahren florierende Landwirtschaft (gute Ernten, hohe und anhaltende Niederschlagsmengen) sind hierfür die wichtigsten Faktoren. Seit 2001 hat die Armut stark zugenommen ( Ernteausfälle im Jahr 2002 wegen mangelnden Regens, starke Abwertung der Währung (108% gegenüber dem Dollar im Zeitraum Dezember 2000 bis Dezember 2003) und dadurch induzierte Inflation v.a. bei Importgütern).

Aufgrund des hohen Bevölkerungswachstums (2,84 % geschätzt 2006) und des Zustroms von Flüchtlingen aus Sierra Leone, dem Senegal (Casamance), ist das Wirtschaftswachstum nach wie vor zu gering, um die Lebensbedingungen der Bevölkerung spürbar zu verbessern.

Bis Januar 2005 wurden Gambia von der Weltbank insgesamt 31 IDA-Kredite i.H.v. insgesamt 272,7 Mio. USD bewilligt. Hervorzuheben ist die Teilnahme Gambias an der vom internationalen Währungsfonds koordinierten Entschuldungsinitiative für hoch verschuldete, arme Länder (HIPC), deren Abschluss (completion point) nach großen Problemen in der Zusammenarbeit mit dem Internationalen Währungsfonds frühestens für 2006 zu erwarten steht. Ihr Erfolg wird insbesondere von den damit verknüpften Reformmaßnahmen abhängen. Ein neues nationales Programm zur Armutsbekämpfung wurde Mitte 2002 von den internationalen Finanzorganisationen gebilligt. Wegen der schwierigen Umstände (v.a. fiskalpolitisches Missmanagement) hat ein Großteil der möglichen Geber seine Finanzierungszusagen aber vorläufig ausgesetzt.

Außenpolitik

Die wichtigsten Eckdaten für die außenpolitischen Beziehungen Gambias sind

  • das Verhältnis zum Nachbarn Senegal

  • Verhältnis zur ehemaligen Kolonialmacht Großbritannien und den USA.

  • und zu den anglophonen westafrikanischen Staaten,

  • die Beziehungen zu den arabischen Golfanrainern und Libyen

  • In multilateraler Hinsicht stehen die Mitgliedschaft im Commonwealth und das relativ große Engagement Gambias im Rahmen der Afrikanischen Union (früher: Organisation der Afrikanischen Einheit) im Vordergrund.

    Die Beziehungen zum Senegal, mit dem in den 80er Jahren kurzzeitig eine Konföderation bestand, sind politisch wie wirtschaftlich ein dominierender Faktor, jedoch nicht immer frei von Störungen.. Wichtigste bilaterale Themen sind die Bemühungen um eine Beilegung des Casamance - Konflikts im Senegal und die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur auf den für Senegal wichtigen Transitrouten durch Gambia. In der Vergangenheit kam es wiederholt zu Behinderungen im Grenzverkehr. Beiderseitige Staatsbesuche und die Wiederbelebung einer bilateralen Kommission beider Regierungen haben die bilateralen Beziehungen nach einer Phase der Abkühlung wieder weitgehend normalisiert. Die Planungen zum Bau einer Brücke über den Gambia- Fluss nehmen langsam konkretere Formen an.

    Auf internationaler Ebene hat Präsident Jammeh nach seiner demokratischen Wahl in 2001 eine deutliche Aufwertung erfahren. So haben die USA ihre nach dem Putsch 1994 verhängten Sanktionen aufgehoben und Gambia in ihre AGOA ("African Growth and Opportunity Act")- Handelsinitiative aufgenommen. Einen kritischen Dialog führen EU und ihre Mitgliedsstaaten zu Fragen der guten Regierungsführung und der Einhaltung der Menschenrechte.

    Gambia engagiert sich relativ stark im Rahmen der Vereinten Nationen, wo es Ende der 90er Jahre als nicht-ständiges Mitglied dem Sicherheitsrat angehörte. Auch beteiligt sich Gambia regelmäßig an Friedensmissionen der Vereinten Nationen in Afrika: im bissau- guineischen Bürgerkrieg 1998/99 konnte es eine wichtige Vermittlerposition einnehmen. Gambische Polizisten und Soldaten sind Teil der internationalen Verbände in Darfur. Die Verlegung fand mit deutscher Hilfe statt.

    Seit der Machtübernahme Jammehs 1994 haben sich als wichtigste Neuorientierungen die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zu Taiwan und die deutliche Hinwendung zu den arabischen Golfanrainerstaaten bis heute fortgesetzt. Nach jahrelanger enger Anlehnung an Libyen gab es - auch im Rahmen der verstärkten Zusammenarbeit mit den USA - Zeichen für eine Abschwächung dieser bilateralen Beziehungen.

    Staatsaufbau
    Gambia ist eine Präsidialrepublik mit starker Stellung des direkt gewählten Staatspräsidenten. Das in fünf Bezirke und kreisfreie Städte eingeteilte Land wird zentral verwaltet. Die Umsetzung der ursprünglich in der neuen Verfassung vorgesehenen Dezentralisierung ist gegenwärtig noch in der Schwebe.
    Aktuelle politische Situation
    Nach den Wahlen 1996 ist Präsident Jammeh im Oktober 2001 zum zweiten Mal für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt worden. Mehrere Putschversuche wurden seither vereitelt, zuletzt im März 2006. Die präsidentennahe APRC (Alliance for Patriotic Reorientation and Construction) ist mit Abstand die stärkste Kraft der im Parlament vertretenen Parteien. Nicht zuletzt wegen eines Boykottes der letzten Parlamentswahlen im Januar 2002 durch die größte Oppositionspartei (UDP), ist die Opposition derzeit nur mit drei Abgeordneten im Parlament vertreten.

    Innenpolitisch hat Präsident Jammeh mit den für ihn erfolgreich verlaufenen Präsidentschafts- und Parlamentswahlen seine Machtposition weiter ausgebaut.

    Nach der Spaltung des Bündnisses NAAD ist die gambische Opposition erneut uneins. Zwar bestand bereits formell ein gemeinsames Programm für die Wahlen in 2006 (Präsident) und 2007 (Parlament), über einen gemeinsamen Präsidentschaftskandidaten konnte jedoch keine Einigung erzielt werden.

    Menschenrechtslage
    Die Wahrung der Menschenrechte bedarf wie die Frage der guten Regierungsführung im Sinne von Rechtsstaatlichkeit und Demokratie auch weiterhin der Aufmerksamkeit. Das System der verfassungsmäßigen Gewaltenteilung ist schwach ausgebildet, mit entsprechenden Tendenzen der Exekutive, individuelle Freiheitsrechte und die Unabhängigkeit der Justiz zu beeinträchtigen. Hierzu gehören Einschüchterung und Diskriminierung der Opposition im Umfeld der letzten Wahlen ebenso wie Beschränkungen der unabhängigen Presse. Im Dezember 2004 wurde ein bekannter gambischer Journalist von unbekannten Tätern ermordet. Die Ermittlungen führten bisher zu keinem Ergebnis. Es kommt auch immer wieder zu Verhaftungen von Journalisten oder Politikern, die dem Präsidenten oder der Regierung kritisch gegenüber stehen.
    Kultur und Bildungspolitik
    Die Regierung ist angesichts einer Analphabetenrate von 59,9 % vor allem um eine Förderung des Primar- und Sekundarschulbereichs bemüht. Die Herausforderungen in diesem Bereich sind nach wie vor enorm, auch wenn Regierung und internationale Geber hier einen Schwerpunkt ihrer Zusammenarbeit setzen.

    Lehrsprache an den Schulen ist Englisch, in den Sekundarschulen wird Französisch, in Koranschulen auch Arabisch als Fremdsprache angeboten. Einzige internationale Schule in Gambia ist die Ecole Française de Banjul.

    Die einzige Institution, die Lehrer für den Primar- und Sekundarstufen-Bereich ausbildet, ist das bereits seit 1956 existierende Gambia College. Jährlich werden 150 Studenten für die dreijährige Berufsausbildung aufgenommen. Lehrer der Sekundarstufe II bedürfen eines Hochschulabschlusses, der bisher in Gambia nicht absolviert werden kann.

    Der weitere Aufbau der 1998 gegründeten "University of The Gambia" bleibt schwierig. Nach Verabschiedung der entsprechenden Gesetzesvorlage im März 1999 wurde ein rudimentärer Lehrbetrieb im Herbst 1999 aufgenommen, in Zusammenarbeit mit dem staatlich finanzierten "Gambia College", welches neben der Lehrer- und Krankenschwester- auch über eine Agraringenieursausbildung verfügt. Weitere Berufsbildungsinstitute sind eine Hotelfachschule und ein "Management Training Institute" für Verwaltungsberufe. Das mit kanadischer Unterstützung 1995 eingerichtete "Gambia Technical Training Institute" bildet weitere 260 Studenten pro Jahr aus.

    Der breiten und auch kommerziell verwertbaren Entfaltung kultureller Aktivitäten stehen die für ein Entwicklungsland typischen Probleme entgegen. Ein Engagement ist in der Regel nur mit finanzieller Hilfe von außen möglich. Eine Ausnahme stellen der Musiksektor sowie die Aktivitäten des Kunsthandwerks dar, die in erster Linie auf den Tourismus ausgerichtet sind.

    Als Mitglied des Commonwealth sind die kulturellen Interessen des Landes darüber hinaus v.a. nach Großbritannien und den USA ausgerichtet. Der Islam hat im öffentlichen Leben seit der Machtübernahme Jammehs an Bedeutung gewonnen.

    Geschichte
    4. Jahrhundert v. Chr. Kontakte zwischen Karthago und der Küste Gambias
    5./6. Jh. n. Chr. Gambia gehört zum großen afrikanischen Reich der Serrahule
    bis 8. Jahrhundert Entstehen mehrerer Stammeskönigreiche (Tekrour, Wolof, Serer)
    10./11. Jahrhundert Gambia wird Teil des Reiches Ghana.
    11. Jahrhundert Vordringen des Islam.
    13./14. Jahrhundert Gambia ist Teil des großen Mali-Reiches.
    14. Jahrhundert Der Mansa (König) des Mandingareiches ist ein Muslim, geht auf Pilgerfahrt nach Mekka. Ein Bericht spricht später von einem Aufenthalt in Kairo.
    Mitte des 15. Jh. Die Küste Gambias wird von Portugiesen entdeckt.
    ab 17. Jahrhundert Nach Kurländern, Portugiesen und Holländern lassen sich an der Mündung des Gambia-Flusses Engländer nieder. Außerdem Gründung von Handelsniederlassungen (Bestand bis ins 19. Jh.) durch Franzosen.
    1888 Gambia wird britische Kronkolonie.
    1902 Bathurst mit Umgebung wird britisches Protektorat.
    18.02.1965 Unabhängigkeit von Gambia. Mitglied im britischen Commonwealth.
    24.04.1970 Nach Volksabstimmung wird Gambia Republik im Verband des Commonwealth unter Präsident Daouda Jawara.
    1973 Im Zuge der Afrikanisierung wird die Hauptstadt Bathurst in Banjul umbenannt.
    im Juli 1994 Militärputsch unter Anführung des damaligen Leutnant Yahya A.J.J. Jammeh.
    26.09.1996 Durchführung von Präsidentschaftswahlen, aus denen Jammeh als Sieger hervorgeht.
    16.01.1997 Inkrafttreten einer neuen Verfassung. Yahya Jammeh wird dadurch auch Regierungschef.
    18.10.2001 Bei den Präsidentschaftswahlen wird der bisherige Amtsinhaber Jammeh wiedergewählt.
    17.01.2002 Durchführung von Parlamentswahlen. Die größte Oppositionspartei UDP boykottiert diese Wahlen.
    Einreisebestimmungen für Deutsche Staatsangehörige
    Stand: 23. März 2006

    Deutsche benötigen zur Einreise nach Gambia einen gültigen Reisepass. Der deutsche Kinderausweis wird anerkannt; ein Lichtbild ist unabhängig vom Alter des Kindes erforderlich. Der Eintrag eines Kindes in den Reisepass eines Elternteils ist zur Einreise ausreichend. Das Einreisedokument muss mindestens 6 Monate gültig sein.
    Ein Visum wird bei Einreise erteilt und ist 21-28 Tage gültig. Bei Aufenthalt über 28 Tage muss ein Antrag auf Aufenthaltsverlängerung (gebührenpflichtig) beim gambischen "Immigration Department" gestellt werden.

    Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird.

    Bei der Ausreise aus Gambia in den Senegal mit einem Personenkraftwagen ist zu beachten, dass die Einfuhr von Pkws, die älter als 5 Jahre sind, im Senegal seit dem 23.07.2003 verboten ist. Ein Transitaufenthalt mit über 5 Jahre alten Personenkraftwagen ist ebenfalls nicht mehr möglich. Dieses Transitverbot soll übergangsweise gelten, bis bessere Kontrollmöglichkeiten für die tatsächliche Wiederausfuhr der alten Pkws gegeben sind. Die vorübergehende Einfuhr eines neueren Wagens in den Senegal ist möglich. Hierzu wird an der Grenze bei Ankunft ein sog. "Passavant" ausgestellt, gültig für 8 Tage. Dieses Dokument kann bei der Inspection régionale de Douane (in den Regionalstädten und Dakar) um weitere 15 Tage verlängert werden. Das ehemals verlangte Carnet de Passage ist nicht mehr gültig, da der Touring Club Senegal nicht mehr dafür garantiert.

    Medizinische Hinweise
    Stand 01.08.2006
    (Unverändert gültig seit: 23.03.2006)
    Stand: 23. März 2006 Impfschutz: Eine mpfung gegen Gelbfieber ist sinnvoll; bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet ist sie vorgeschrieben.

    Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amts empfiehlt allen Reisenden außerdem einen Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A , bei Langzeitaufenthalt über drei Monate auch gegen Hepatitis B . Bei besonderer Exposition (Landaufenthalt, Jagd, Jogging u.a.) kann darüber hinaus auch ein Impfschutz gegen Tollwut, und Typhus , evtl. auch gegen Meningokokken-Meningitis sinnvoll sein. Im persönlichen Beratungsgespräch mit einem tropen- und reisemedizinisch erfahrenen Arzt können diese Fragen entschieden werden.

    Malaria
    Während und nach der Regenzeit steigt das Malaria-Risiko. Neben der Expositionsprophylaxe (Mückennetz, Repellentien, bedeckende Kleidung, Verhalten) ist für die meisten Reisenden auch bei einem Kurzaufenthalt eine medikamentöse Chemoprophylaxe indiziert. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) oder ARTESUNATE ... und CO- ARINATE zur Zeit das beste Anti-Malariamittel, laut WHO) auf dem Markt, in Gambia in STOP STEP Pharmacie erhältlich erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.
    HIV / AIDS
    ist in Gambia ein großes Problem und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein lebensgefährliches Risiko bergen.

    Prophylaxe
    Durch hygienisches Essen und Trinken (nur frisch gekochte, keine lau aufgewärmten Speisen) und konsequenten Mückenschutz können die meisten Darminfektionen und andere tropische Infektionserkrankungen vermieden werden. Man sollte auch nicht in Süßwasser baden (Gefahr der Bilharziose; Krokodile ?).

    Medizinische Versorgung
    Die Grundversorgung ist zwar gewährleistet, aber nicht mit Europa zu vergleichen, da technisch und hygienisch oft problematisch. In ländlichen Gegenden fehlen oft auch europäisch ausgebildete, englisch oder französisch sprechende Ärzte. Reisenden wird deshalb ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung dringend empfohlen. Die deutsche gesetzliche Krankenversicherung deckt in Gambia entstehende Krankheitskosten nicht ab. Örtliche Krankenhäuser und Ärzte verlangen von Touristen Vorkasse. Es kann sinnvoll sein, eine eigene Reiseapotheke mitzuführen.
    Allgemeine Informationen
    Stand: 23. März 2006
    Seit dem unblutig verlaufenen Putsch des heutigen Staatspräsidenten Jammeh im Jahre 1994 (siehe: Geschichte) wechseln sich Zeiten gespannter innenpolitischer Ruhe mit Phasen offener Konfrontationen ab, die durch die sozialen Probleme weiter verstärkt werden.

    Vor eventuell geplanten Abstechern in den südlichen Landesteil der Republik Senegal (Casamance) bitte die Reise- und Sicherheitshinweise zu Senegal und Guinea-Bissau beachten.

    Der Geldverkehr ist uneingeschränkt. Die einheimische Währung, Dalasi, ist außerhalb Gambias nicht konvertierbar. Devisen und Reiseschecks können in Banken und Wechselstuben eingetauscht werden (1 Euro = ca. 35 Dalasi).Es wird dringend vom Umtausch auf dem Schwarzmarkt abgeraten, da solcher inzwischen sehr stark polizeilich verfolgt und entsprechend bestraft wird. Die Einfuhr von Devisen ist uneingeschränkt möglich, während maximal 300.000,- Dalasi ausgeführt werden dürfen. Verstöße gegen diese Beschränkung werden bestraft. Banken sind in Banjul vormittags von Montag bis Freitag geöffnet, außerhalb Banjul nachmittags. Euroschecks werden nicht eingelöst. Kreditkarten werden nur in größeren Hotels akzeptiert.

    Hingewiesen wird auf die Kriminalitätsentwicklung im Großraum Serrekunda und Banjul. Besucher sollten auf das Tragen sichtbarer Wertsachen (Uhren, Ringe, Ketten etc.) und das Mitführen von Taschen und Originaldokumenten verzichten. Empfehlenswert sind Brustbeutel oder Bauchgurte, um Geld sicher zu verwahren. Einsame unbewachte Strände sollten gemieden werden. Im Falle eines Überfalls sollte kein Widerstand geleistet werden.

    Grundsätzlich wird empfohlen, bei Reisen in fremde Umgebung nach Einbruch der Dunkelheit und/oder allein besondere Vorsicht walten zu lassen, sowie bei Dunkelheit nicht über Land zu fahren, da erhöhte Unfallgefahr besteht.

    Deutsche Vertretungen Botschaft in Dakar/ Senegal
    Bezeichnung: Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
    Leiter: Doretta Loschelder, außerordentliche und bevollmächtigte Botschafterin
    Ort: Dakar/Senegal
    20, Avenue Pasteur, Angle Rue Mermoz, Dakar.
    Telefon: (00221) 889 48 84
    Fax: (00221) 822 52 99
    Postadresse: Ambassade de la République fédérale d'Allemagne, B.P. 2100, Dakar, Senegal.
    Amtsbezirk: Senegal, Gambia, Guinea-Bissau und Kap Verde. Die Leiterin der Vertretung ist zugleich als Botschafterin in Gambia, Guinea-Bissau und Kap Verde mit Sitz in Dakar akkreditiert.
    Abteilungen: Rechts- und Konsularabteilung:
    FAX: (00221) 823 69 31
    E-Mail: reg1@daka.auswaertiges-amt.de
    Website: Deutsche Botschaft in Senegal
    Sonstiges: Behördensprachen: Senegal: Französisch; Gambia: Englisch; Guinea-Bissau und Kap Verde: Portugiesisch
      Hinweis: Bei Benutzung einer Telefon- bzw. Faxverbindung via Satellit (Satcom) entstehen höhere Gebühren.
    Quelle: Bundesrepublik Deutschland, Auswärtiges Amt

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