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So gesehen ist die Gründung
dieses Vereins nur die Folge der Erkenntnis, das es im 21. Jahrhundert
nicht angehen kann, das es immer noch Länder gibt, in denen die
Analphabetenrate bei 60% liegt. (Quelle: Auswärtiges Amt 2008)
Diesen Zustand zu lindern hat sich der Verein FBiG
e.V. für das kleine Land Gambia vorgenommen, in dem die
Analphabetenrate laut Auswärtigem Amt bei 59,9% liegt. Für Straßenbau
gab die Bundesregierung im Jahre 2004 in diesem Land 44 Mio.
€ aus, (die nebenbei gesagt hauptsächlich in dem Bereich ausgegeben
werden, in dem sich die Touristen bewegen, doch die Strassen ins
Landesinnere, die eine nachhaltige Sanierung bitter nötig haben, sind
davon nicht betroffen) aber die Mittel für anderweitigen Hilfen wurden
ersatzlos gestrichen, ebenso läuft in diesem Jahr (2006) das einzige
Hilfsprojekt zur Eindämmung der Ausbreitung der Wüste, ersatzlos aus.
Private Initiativen versuchen dies zu verhindern.
Auf Grundlage folgender Prinzipien wollen wir im
FBiG e.V. arbeiten:
Auf der Kommunikationsebene...
….legen wir Wert auf Offenheit und Zugänglichkeit
aller Aktivitäten und Angebote für interessierte Menschen. Wir nehmen
Impulse und Initiativen aus dem Umfeld auf und bauen den FBiG e.V.
als lebendiges Forum für Entwicklungshilfeperspektiven in Gambia aus.
Akzeptanz und Repressionsfreiheit sind Grundmuster
des Gedankenaustausches und der Meinungsbildung. Im Ergebnis kommen wir
vereinsintern, gegenüber den Menschen bzw. Partnerorganisationen zu
klaren Kontrakten im Hinblick auf Leistungsvereinbarungen.
Wir fühlen uns der Öffentlichkeit verpflichtet und
sorgen in allen Bereichen des Vereins für Transparenz.
Auf der Organisations- und Kooperationsebene...
….arbeiten wir auf der Basis von Mitbestimmung und
Mitgestaltung. Strukturen der Verwaltung müssen dabei immer wieder auf
ihre Akzeptanz und Eignung überprüft, die Einladungen zur Mitgestaltung
zeitgemäß ausgesprochen werden. Uns ist wichtig, dass auch außerhalb
professioneller Steuerung und Programmaktivität Raum zur
Selbstorganisation initiativer Gruppenarbeit erhalten bleibt oder auch
neu geschaffen wird.
der professionellen Teamarbeit…
….setzen wir auf kollegiale Strukturen, in denen
abseits von hierarchischen Strukturen ein lebendiger Austausch und
Unterstützung in der täglichen Arbeit gefördert wird. Differenzierte
Kommunikationsebenen (Bereichsplanungen, Leitungsteam, Supervision) und
Arbeitsteilung zwischen einzelnen Arbeitsbereichen ergänzen diese
Strukturen. Es ist uns wichtig, durch Verankerung einer
Organisationsentwicklung (ständiger Abgleich von Zielen, Mitteln,
Strukturen und Arbeitsergebnissen) die Sensibilität für aktuelle
Entwicklungen in unserer Hilfsarbeit zu erhalten. Durch Fortbildung
qualifizieren wir uns für diesen Prozess.
Auf der Ebene von Programmgestaltung...
….arbeiten wir mit einer non Profit Orientierung.
Darunter verstehen wir einen Vorrang von inhaltlichen Zielstellungen vor
wirtschaftlichen, ertragsorientierten. Gleichwohl legen wir Wert darauf,
unsere Spielräume durch wirtschaftliches Handeln zu vergrößern.
Niedrige Angebote erleichtern den Zugang.
Einkommensschwachen bieten wir die kostengünstige Teilnahme an den
Angeboten des FBiG e.V. Durch Zielgruppenorientierung verstärken
wir diesen Ansatz für bestimmte Altersgruppen. Bei der inhaltlichen
Erarbeitung und Ausrichtung von Programmaktivitäten binden wir
interdisziplinär in die verschiedenen im Team vertretenen
Qualifikationen und Arbeitsansätze ein.
Für spezifische Projekte suchen wir darüber hinaus
die Kooperation mit Fachkräften. Das Gesamtbild des Programms wird unter
Beibehaltung einer differenzierten, bereichsbezogenen Angebotspalette
durch thematische Schwerpunkte geprägt, in die innovative Ansätze
soziokultureller Arbeit eingebracht werden. Darüber hinaus
berücksichtigen wir bei der Programmplanung interkulturelle und
intergenerative Bezüge. Mit diesen Begriffen verbinden wir die Aufgabe,
in einer multiethnischen Gesellschaft den friedlichen Dialog zwischen
verschiedenen Kulturen zu fördern und mit Blick auf zerfallende
Generationsbindungen die unterschiedlichen kulturellen Perspektiven
einzelner Generationen in ein gemeinsames Blickfeld zu bringen.
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