Zurück zur Startseite
Bookmark and Share
Unser Web in Deutsch Our Web in english

NEWS LESEN!!    Unser Spendensiegel    Freistellungsbescheid Finanzamt Ansbach

 

 

REISE 08/07

Eine ziemlich komfortable Reise in der heißesten Zeit, mit einem klimatisierten Mercedes Benz 220 E Bj. 2001. Das hat richtig Spaß gemacht, nur leider bringt dieser Bekannte keine Autos mehr nach Gambia. Schade.

.....nun sitze ich schon in Marokko bei Freunden in deren Haus und versuche Euch zu schreiben wie diese Reise vonstatten läuft. Mit den Autos haben wir bisher keine Probleme gehabt und hoffen natürlich auch das es so bleibt. Hier sollen die Autos noch ein wenig geschönt werden, damit sie einen besseren Eindruck machen. Bisher verlief die Fahrt ruhig und ziemlich schnell. Nur die Geschichte mit Hermann macht mir ein wenig Kopfzerbrechen, aber gleichzeitig habe ich auch daraus gelernt, das ich Euch besser informieren muss, damit keine Missverständnisse auftauchen was die Mitfahrbedingungen nach Gambia betreffen. Bei dieser Reise habe ich ja von Rüdiger ein Auto zum Fahren bekommen, also nicht unser eigenes Auto benutzt, weil der DOKA ja immer noch in Gambia steht. So konnte ich auch keine direkte Ansage über den Preis der Reise machen, aber ich sagte Hermann trotzdem, das ich es gut fände wenn er dem Rüdiger gleich zu beginn mal einen 50,- € Schein gibt und im laufe der Zeit dann noch mal einen. Wir haben die Reisezeit dazu genutzt uns mal ein wenig über den Verein zu unterhalten, Hermann ist ja auch Vereinsmitglied und ich hatte das Gefühl Hermann will sich mehr engagieren. Dann erzählte ich ihm von der Problematik mit dem DOKA in Gambia, das kein Geld für die Verzollung vorhanden ist und wir sprachen allgemein über die Vereinsfinanzen.

Als ich Hermann dann im Verlauf des Gesprächs fragte, ob er die Verzollung vielleicht übernehmen könne, bekam ich zu hören das er auf so was nicht vorbereitet sein und das ablehnt. Als ich ihm darauf hin sagte, das ich es gut fände wenn er dem Rüdiger 200 € für die Fahrt geben würde, bekam ich Vorwürfe gemacht ich wolle ihn ausnutzen und ich hätte sein Vertrauen missbraucht, worauf ich ihm nahe legte dann doch lieber möglichst bald das Auto zu verlassen, weil ich genau weiß, das eine solche Einstellung nicht geeignet ist für eine solche Reise.

Aber jetzt geht die Reise weiter, ohne Hermann und hier in Tiznit wird schon fleißig an den Autos gebastelt und geschraubt. Die Überarbeitung der Fahrzeuge wird noch ein zwei Tage dauern und dann geht es weiter. Derweil werde ich mir Tiznit anschauen, ein wenig an Euch schreiben und mich ausruhen für die nächsten 4000 km. und Fortsetzung folgt.......
sobald ich wieder ein Internetcafe finde in dem ich meinen Lappi andocken kann oder bei jemandem anderem zuhause....
also nicht ungeduldig werden, spätestens wenn ich wieder in Deutschland bin geht es weiter....

11.9.07

Nun sind wir mittlerweile in Mauretanien und schwitzen, aber es hat auch Regen gehabt. Etwas das ich noch nicht erlebt habe in Mauretanien. Richtig Regen und Sandsturm, abwechselnd. Ganz andere Farben hat das Land bekommen und auch die trockene Hitze der Wüste ist umgeschlagen in eine feuchte Saunahitze, sodass ich ziemlich froh war das die Klimaanlage des Mercedes noch repariert wurde bevor wir in diese Sauna gefahren sind. Aber zuviel Klimaanlage werde ich nicht nutzen, denn eine Erkältung möchte ich dann doch nicht haben, denn meine Verdauungsprobleme die ich nun schon seit einigen Tagen habe, reichen mir eigentlich. Jetzt hoffen wir nur noch, das beim Land Cruiser die Hydraulik noch repariert wird, damit Rüdiger und Achim auch ein wenig komfortabler reisen können.

Dieses Mal bekomme ich von Mauretanien ein ganz anderes Bild als auf den Reisen zuvor, aber trotzdem erfasst mich immer ein wenig Beklemmung hier, weil alles doch sehr fremd anmutet, trotz das ich nun schon einige male in Afrika war, denn die Mauries nennen sich selber " Die Herren der Welt" und damit ist auch eigentlich alles schon gesagt. Jeder kann sich seine eigenen Gedanken dazu machen, aber ich persönlich bin einfach nur irritiert ob soviel Selbstbewusstsein!!, vor allem wenn man dann die Situation sieht und die Armut in der die meisten Bewohner des Landes leben. Doch ich denke, das ich nicht richtig verstehe und deshalb werde ich mir kein weiteres Urteil anmaßen.

Auf dieser Reise ist jedenfalls bei mir die Idee gewachsen, ein Buch zu schreiben in dem ich mal meine unmaßgebliche Meinung wiedergeben möchte über die von mir beobachteten Situationen und Begebenheiten. Alles rein Subjektiv natürlich und mit keinerlei Anspruch auf Vollkommenheit, denn ich gehöre ja nicht zu den Herren der Welt. Seit einigen Wochen bin ich wieder in Deutschland, hatte nach der ersten Woche doch noch einen Malariaausbruch. Mir geht es immer noch nicht besonders gut, aber ich werde trotzdem versuchen die letzte Reise zu beschreiben.

Nachdem wir dann die Autos soweit hergerichtet hatten das Rüdiger einigermaßen zufrieden war, sind wir so schnell als möglich Richtung Senegal weitergefahren. Natürlich konnten wir diesmal nicht über Dijama fahren, denn diese Strecke ist in der Regenzeit auch mit einem Allradfahrzeug schwer zu befahren. Also mussten wir diesmal die Fähre in Rosso nehmen und das ist meistens Stress pur, aber mit der nötigen Ruhe ist auch das zu schaffen. Nach vielen Stunden warten und Bedrängnis durch die Einheimischen konnten wir dann endlich auf die Fähre fahren um dann im Senegal wieder zu warten.. und warten.. bis die Einreiseformalitäten auch hier endlich erledigt waren.

Wir blieben also die Nacht über in Rosso und schliefen ein wenig außerhalb der Stadt am Straßenrand. Bei Morgengrauen dann auf zur Fähre und die langen Wartezeiten. Aber auch das geht irgendwann vorüber und so waren wir dann gegen Mittag mit allen Zollformalitäten fertig. Und dann ging es wieder in die Zielgerade..... denn von hier aus sind es nur noch ein paar hundert Kilometer bis Gambia. Da gibt es dann kein Halten mehr. Und so rauschten wir dann im Senegal in einem ziemlichen Tempo über die Straße um ja schnell nach Gambia zu kommen, denn auch wenn die Reise einigermaßen komfortabel war, nach 7000 KM ist man dann doch froh wieder in einem richtigen Bett zu schlafen, zu duschen und mal wieder ein richtiges Essen zu kochen. Doch eine Übernachtung lag noch vor uns. Irgendwann, als es schon auf Mitternacht zuging und die Schlaglöcher in der Straße nicht aufhören wollten hielten wir dann wieder neben der Straße an, tranken noch ein paar Dosen billiges ALDI Bier und schliefen dann erschöpft ein. Sobald die Sonne uns in der Nase kitzelte fuhren wir weiter und erreichten nach kurzer Zeit die Grenze zu Gambia.

Alles ging in Ruhe und Gelassenheit vorüber und so waren wir nach kurzer Zeit mit den Zollformalitäten im Senegal fertig und bereit uns in die nächsten Abenteuer zu stürzen. Die Gambische Grenze ist immer ein Abenteuer, denn man weis nie was einen erwartet. Na ja und Rüdiger mit seinem rechts gelenkten Land Cruiser hatte dann auch gleich den richtigen ersten Eindruck, als ihm gesagt wurde das er mit seinem Auto nicht nach Gambia einreisen dürfe, da Rechtslenker in Gambia verboten seien. Ich sagte dem Beamten, das er nicht so sein solle und meinen Freund doch bitte einreisen lassen solle, da er doch nur zu besuch zu mir kommen würde und nach ein paar Wochen nach Togo weiter reisen wolle. Zuerst verstand er nicht richtig bis ich dem Beamten erklärte, das ich in Gambia Familie habe und diese besuchen wolle. Da erhellte sich sein verschlossenes Gesicht, ich holte mein Handy aus der Tasche und wollte Kredits aufladen, was mir natürlich nicht gleich beim ersten mal gelang.

Aber der Bann war gebrochen und so erledigte der Beamte das mit einem gewissen Stolz für mich. Die Autos waren dann auch schnell vom Zoll untersucht, eine Dose Ananas wechselte den Besitzer und wir konnten zur Polizei und zur Einwanderungsbehörde weiter gehen. Die Einwanderung war ziemlich schnell erledigt, aber dann wurden wir wirklich Überrascht, denn die Autos wurden nun nochmals sehr gründlich von der Polizei nach Drogen und Waffen untersucht. Da in unseren Autos aber wohl keinerlei verräterischen Anzeichen für Drogenbesitz oder Waffen zu finden waren, konnten wir nach recht kurzem Aufenthalt endlich auf die letzten Kilometer schlechteste Piste in Richtung Banjul weiterfahren.

Wir kamen gegen Mittag in Essau an und besuchten auch gleich Abbas, der nach wie vor das Grundstück von Florian bewacht, aber er war leider nicht anwesend und so machten wir uns auf den beschwerlichen Weg zur Überfahrt nach Banjul. Nicht das nur der Weg ziemlich schlecht ist, nein auch die Fahrt mit der Fähre nach Banjul braucht eine gehörige Portion an Geduld und Ausdauer. Und so brauchten wir allein um auf die Fähre zu kommen schon einige Stunden die wir mit Warten verbrachten. Und als wir mit dem Mercedes endlich auf der Fähre waren, war die dann auch voll und Rüdiger musste auf die nächste Fähre warten. Aber wenigstens wir, Sidi, Achim und ich waren nun schon mal in Banjul. Na ja auch Rüdiger ist dann noch gekommen und wir konnten uns endlich auf das letzte Stück der Reise machen und der Dusche und dem Bett entgegen fiebern. Geschafft....

Die nächsten Tage verbrachte ich dann damit, die mitgebrachten Fleischwaren an die Besteller zu verteilen und mich bei der Firma vorzustellen, von der ich das Angebot bekommen habe, als Betriebsleiter zu arbeiten. Aber da hatte es mich ja schon wieder erwischt, sodass ich mit Fieber diesen Termin wahrgenommen habe und dem Besitzer der Schreinerei nur sagen konnte, das ich mir das überlegen muss und jetzt keine Antwort geben könne, da ich krank sei. Eine Schreinerei, eingerichtet mit altertümlichen Maschinen, aber robust und einsatzbereit soll ich dort verwalten und dafür sorgen, das Jugendliche lernen diese Maschinen zu bedienen. Im Grunde ein guter Einstieg in die Arbeit die sich unser Verein als Ziel gesetzt hat. Nun werde ich noch abwarten, welche Informationen ich demnächst aus Gambia diesbezüglich bekommen werde und wenn die Bezahlung dann auch noch stimmt werde ich diesen Job wohl übernehmen.

Dann habe ich dem DOKA beim Zoll wieder eine Verlängerung der gambischen Fahrerlaubnis geholt und konnte dann auch noch die alten Bekannten und Freunde besuchen. Einen Besuch des Grundstücks in Sanjang habe ich diesmal nicht gemacht, da durch die Regenzeit die Straßen und Wege teilweise nicht zu passieren sind. Aber das Grundstück läuft ja nicht weg und die nächste Reise kommt ja bestimmt. Vielleicht sogar schon früher als ich es mir gedacht habe, doch ich werde mich überraschen lassen. Diesmal habe ich nur den üblichen Durchfall bekommen und nach ein paar Tagen ein unerklärliches Fieber, das ich den ganzen Aufenthalt hindurch nicht losgeworden bin, aber ich habe mich trotzdem relativ wohl gefühlt. Trotz Regenzeit und ziemlich hoher Luftfeuchtigkeit. Meine Werkzeuge habe ich dann auch noch aus Essau geholt und an einem trockenen sicheren Platz eingelagert, in der Hoffnung das ich davon noch einige Teile gut verkaufen kann, aber zuerst muss ich einmal ein paar Stunden in Werkzeugpflege investieren. Doch das werde ich alles beim nächsten mal entscheiden.

Bis zum nächsten Reisebericht wünsche ich euch alles Liebe und gute Gesundheit. Hoffentlich hat es euch Spaß gemacht wieder einen neuen Reisebericht zu lesen. Die neusten Bilder dieser Reise könnt ihr euch in der Gallery unter Reise August 2007 anschauen. Das erste mal, das ich Regen in Mauretanien erleben durfte. Ein überwältigendes Farberlebnis, das auf den Fotos aber leider nicht so ganz zu erkennen ist, leider. Doch den kleinen Unterschied könnt ihr bemerken wenn ihr euch auch die anderen Bilder unter Mauretanien anschaut, da wird dann der Farbunterschied der Dünen ziemlich deutlich.

Spendenportal-Logo

© 2005-2010 by J. Wilkens •  postmaster@fbig.de        Stand: 03.06.2010>

CSS ist valide! Valid HTML 4.01 Transitional